GDK

GDK Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren

CDS Conference suisse des directrices et directeurs cantonaux de la sante

CDS Conferenza svizzera deile direttrici e dei direttori cantonali della sanita

Infoplattform Praxisassistenz

News:

Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren für Stärkung der Hausarztmedizin (März 2010)

Die Grundversorger stehen vor neuen Herausforderungen.

Das bio-medizinische Modell der Medizin, das Krankheiten auf mechanisches Fehlverhalten auf Zell- und Gewebeebene reduziert, einen kurativen Ansatz verfolgt und spezifische technische Kompetenzen erfordert, hat sich in den letzten 40 Jahren durchgesetzt. Dadurch konnten viele Verbesserungen im Gesundheitswesen erzielt werden; gleichzeitig ist das Modell aber auch an seine Grenzen gestossen.

Seit kurzem etabliert sich ein neues Modell in der medizinischen Praxis: das bio-psycho-soziale Modell. Es basiert auf der Komplementarität zwischen der spezialisierten Medizin und der Grundversorgung und integriert den Patienten in seinem sozialen, psychologischen und institutionellen Kontext sowie seiner Umwelt. Das neue Modell entspricht eher den Bedürfnissen der Bevölkerung und den Anforderungen der Wirtschaft. Es stösst jedoch auch auf ideologischen, politischen und praktischen Widerstand. Darunter fällt z.B. die Unvereinbarkeit zwischen der Rolle des Grundversorgers und seiner spitalzentrierten Aus- und Weiterbildung.

Zur Lösung dieses Problems wurde am Dialog Nationale Gesundheitspolitik im Jahr 2005 von Bund und Kantonen eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Kurzfristiges Ziel ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Grundversorger, mittel- und längerfristig soll das Berufsbild Grundversorger zur Sicherung des Nachwuchses attraktiver werden.

Die Förderung der Praxisassistenz wurde von der Arbeitsgruppe als vielversprechende Lösung zur Erreichung dieser Ziele erachtet.

 

Praxisassistenz

Paradigmenwechsel in der Weiterbildung: Eine Notwendigkeit für die Zukunft!

Der Erwerb neuer Fähigkeiten (Verbindung von medizinischer Expertise, Kommunikation, Forschung, Gesundheitspromotion, Pflege, Management) erfordert einen Paradigmenwechsel in der medizinischen Weiterbildung. Die Ausbildung der neuen Generation von Grundversorgern soll durch eine partielle Neuausrichtung der Weiterbildung geschehen. Die Praxisassistenz erlaubt den Aussistenzärzt/innen eine Weiterbildung bei erfahrenen Grundversorgern in der Praxis, anhand aktueller pädagogischer Konzepte für Erwachsene wie problemzentriertes Lernen oder „learning by doing“.  Während der Praxisassistenz werden nicht nur neue Kompetenzen erworben, sondern die jungen Ärzte werden auch für den Hausarztberuf motiviert, was wiederum einen positiven Einfluss auf das Berufsbild „Grundversorger“ hat.

 

 

2009, 2008, Presse, Tagungen und Seminare, Motionen und Interpellationen, Links, Feedback, ...

 

Die GDK resp. die Arbeitsgruppe "Ärztliche Grundversorgung" (GDK/BAG) beauftragte das Board Praxisassistenz des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM) einen Anforderungskatalog resp. ein Instrument bereitzustellen, mit dem in allen Kantonen eine definierte minimale Qualität der Praxisassistenz gewährleistet und mit dem eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Kantonen erreicht werden kann.

 

Grundanforderungen für die Praxisweiterbildung angehender Haus­ärztInnen

 

 

 

Kontakt

Ewa Mariéthoz und Daniela Schibli

GDK-CDS
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