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Pressemitteilung NURSING data, 28.05.2001
NURSING data wird Realität! Nachdem
die Anfangsfinanzierung sichergestellt ist, kann das Projekt zur
Standardisierung von Informationen aus dem Bereich der Pflege nun
definitiv umgesetzt werden. Mit NURSING data wird der Pflegenotstand und
der Unmut bei vielen Pflegenden über ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen
nicht behoben; es wird jedoch möglich sein, diejenigen Informationen zu
erhalten, die notwendig sind, um die „Wurzeln des Übels“ zu bezeichnen und
nachhaltige, zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Bei NURSING data wurden von Beginn weg folgende
Leitgedanken verfolgt: Das Informationssystem muss gesamtschweizerisch
einheitlich und international kompatibel sein, und so weit als möglich auf
Vorhandenem aufbauen. Es soll für sämtliche Bereiche der Pflege gelten und
in allen Landesteilen Anwendung finden können. Daneben soll es flexibel
und möglichst vollständig sein, um Doppel- und Mehrfacherhebungen zu
vermeiden. NURSING data soll denn auch in erster Linie den Pflegenden
selber dienen und sie befähigen, den von ihnen geleisteten, enormen
Beitrag zu unserem Gesundheitswesen mit Hilfe einer anerkannten
Fachsprache auch transparent zu machen. Aus diesem Grund ist das Projekt
so angelegt, dass es auf einem möglichst breiten Einbezug der Pflegenden
in der Praxis beruht. Das von NURSING data entwickelte
Pflegeinformationssystem soll vielfältige Anwendung finden: In der
Betriebsführung und der Arbeitsplanung, für die Vereinbarung von
Leistungsaufträgen, die Kalkulation von Tarifen für die Kranken- und
Unfallversicherung, die Pflegeforschung und –wissenschaft. Schliesslich
wird es auch unser Gesundheits-Informationssystem ergänzen, weshalb die
Erhebung von bestimmten Kerndaten in einer Verordnung zum
Bundesstatistikgesetz (BstatG) festgelegt werden soll.
NURSING data wird in rund 60
Monaten realisiert und kostet lediglich rund 1,2 Mio CHF. Diese
„Rekordleistung“ ist allerdings nur möglich, wenn die beteiligten Partner
sich nebst ihrem finanziellen Engagement auch materiell beteiligen, indem
sie Know-How und Arbeitsterrain zur Verfügung stellen. Das Gesamtprojekt
ist aufgeteilt in sieben Teilprojekte, alle koordiniert und überwacht
durch die Projektleitung, welche Anne Berthou und ihren Mitarbeitern vom
Institut de santé et d’économie in Lausanne (ISE) übertragen wurde.
Als Projektpartner dabei sind
bereits die Schweizerische Sanitätsdirektorenkonferenz (SDK) die
Bundesämter für Sozialversicherung, Gesundheit und Statistik (BSV, BAG,
BFS), der Schweizerische Berufsverband der Krankenschwestern und
Krankenpfleger (SBK), die Schweizerische Vereinigung der
Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter (SVPL) sowie H+ Die
Spitäler der Schweiz. Diese Partner übernehmen insgesamt rund 1 Mio CHF.
Für Realisierung des Gesamtprojekts sind jedoch noch zusätzliche
Finanzmittel notwendig. Die Projektverantwortlichen sind jedoch
zuversichtlich, dass nach dem nun erfolgten Start und dem erfolgreichem
Anlaufen der Arbeiten Partner für die Restfinanzierung gefunden werden
können. Wunschkandidaten sind die Nationalverbände der Leistungserbringer
bzw. Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie der
Versicherer.
Information:
- Annamaria Müller Imboden 031-356
20 20
- Anne Berthou 021-641 05 80
97.142/MediencomKOS-d.htm

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