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GDK / CDS

Versorgungsbericht

Nationaler Versorgungsbericht für die nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe 2009

Der Nationale Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe wurde im Dezember 2009 anlässlich einer Medienkonferenz veröffentlicht. Der Bericht ist ein gemeinsames Projekt der GDK und der OdASanté. Seine Erarbeitung wurde von einer Steuergruppe bestehend aus Vertretern der kantonalen Gesundheitsdepartemente, der kantonalen Organisationen der Arbeitswelt, der Trägerorganisationen der OdASanté sowie des Bundes begleitet. Wie der Bericht zeigt, werden in der Schweiz nur zwei Drittel des jährlichen Bedarfs an Gesundheitspersonal ausgebildet. Der Anteil an Personal mit ausländischer Nationalität beträgt in den Spitälern denn auch rund einen Drittel. Der Personalbedarf kann längerfristig nur gesichert werden, wenn alle verantwortlichen Akteure die Ausbildungstätigkeit weiter fördern und die Massnahmen zur Personalerhaltung rasch einleiten.

Handlungsebenen und Handlungsbedarf

Die Steuergruppe hat bezüglich der Personalsicherung die folgenden Handlungsebenen definiert:

  • Ausschöpfung des Rekrutierungspotentials für Gesundheitsberufe
  • Ausschöpfung des Ausbildungspotentials der Praxis
  • Optimierter Einsatz des bestehenden Personals
  • Personalerhaltung

Die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen zu den vier Ebenen liegt primär bei den Akteuren auf regionaler bzw. kantonaler Ebene. Auf nationaler Ebene steht die Steuerung und Finanzierungsregelung der betrieblichen Ausbildung im Vordergrund. Die Regelung muss positive Anreize für die Ausbildungstätigkeit setzen und die Notwendigkeit der Ausbildung in allen Versorgungsbereichen anerkennen und fördern. Weiter sollen die Datenbasis verbessert und die Entwicklung des Personalbedarfs sowie der Bildungsabschlüsse kontinuierlich verfolgt werden.

Am 10. Februar 2010 hat in Bern eine Umsetzungsveranstaltung stattgefunden. Dabei wurden aktuelle Projekte zu den verschiedenen Handlungsebenen vorgestellt. Die Veranstaltung sollte dazu dienen, die Umsetzung auf regionaler Ebene anzustossen und den Teilnehmenden Gelegenheit für Reaktionen zum Versorgungsbericht und für den gegenseitigen Austausch bieten.

Dokumentation zur Umsetzungsveranstaltung:

Die Ermittlung des Nachwuchsbedarfs

GDK und OdASanté haben eine Arbeitshilfe zur Einschätzung des Nachwuchsbedarfs entwickelt. Die Systematik soll sowohl auf Stufe Betrieb wie auch auf Stufe Versorgungssystem eingesetzt werden.

Der Nachwuchsbedarf zeigt die Zahl der Personen, die jährlich neu für das Versorgungssystem gewonnen und – sofern es sich nicht um Wiedereinsteigende oder Ungelernte handelt – auch ausgebildet werden müssen.  Abwerbung von Personal aus anderen Betrieben ist - bezogen auf das Gesamtsystem - keine Massnahme zur Sicherstellung des Nachwuchsbedarfs. Weitere Angaben zum Gebrauch des Instruments finden Sie im Versorgungsbericht Seite 88.

Die Obsan-Studie 2009

Der Versorgungsbericht war unter anderem vor dem Hintergrund der angespannten Personalsituation, die sich in den nächsten Jahren alleine aufgrund der demographischen und epidemiologischen Entwicklung verschärfen wird, in Auftrag gegeben worden. Der Einfluss dieser Entwicklungen auf den Personalbedarf wurde in der im Februar 2009 veröffentlichten Studie des Obsan mit dem Titel "Gesundheitspersonal in der Schweiz - Bestandesaufnahme und Perspektiven bis 2020" dokumentiert. Die Studie war von der GDK in Auftrag gegeben worden. Sie gibt einen Überblick über die quantitative und qualitative Zusammensetzung des Personals im Akut-, Langzeit- und Spitexbereich im Jahr 2006 und macht Prognosen zum Personalbedarf in den drei Versorg­ungsbereichen bis ins Jahr 2020.