Infoplattform Notfalldienst
In vielen Gebieten der Schweiz sind Reformen des ärztlichen Notfalldienstes geplant oder im Gang. Ziel der Informationsplattform ist der Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen NFD-Verantwortlichen angesichts anstehender NFD-Reorganisationen.
Die folgende Tabelle erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sehr gerne werden laufende oder abgeschlossene Projekte in die Informationsplattform aufgenommen. Bitte melden Sie ihre Projekte bei: Daniela Schibli (daniela.schibli(at)gdk-cds.ch, 031 356 20 20).
Bei Fragen zu den untenstehenden Projekten wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Kontaktperson.
Kt. | Bezeichnung | Kurzbeschrieb | Kontakt |
AG | Die ambulante ärztliche Notfallversorgung erfolgt seit Feb. 07 zentral in einer von Haus- und Spitalärzten geführten Notfallpraxis im Kantonsspital Baden. | ||
AG | NFD-Reorganisationsprojekt des Aargauischen Ärzteverbandes
| Der Aargauische Ärzteverband erstellt zur Zeit ein Konzept zur Reorganisation des Notfalldienstes. |
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AG | Zusammenarbeit der niedergelassenen Ärzte mit dem Spital Zofingen | In der Nacht wird der ärztliche NFD vom Spital Zofingen übernommen. Der Dienstarzt steht jederzeit für Hausbesuche zur Verfügung. | |
AG | Zusammenarbeit der Hausärzte im Bezirk Zurzach mit dem Spital Leuggern | Seit Juli 2005 funktioniert die NFD-Zusammenarbeit zwischen Dienstärzten und dem Spital Leuggern zur Zufriedenheit aller Beteiligter. | |
BE | Am 1. Juni 2010 ist der neue Hausarztnotfall beim Spital Thun eröffnet worden. | —› Kontakt | |
BE | Die Neuorganisation des NFD beinhaltet eine Zusammenlegung von NFD-Kreisen, ein neues Notfallzentrum am Spital Langenthal, welches einerseits eine spitalbetriebene Notfallstation und andererseits eine hausarztgeführte Notfallpraxis beinhaltet, und – falls der Hausarzt nicht erreicht werden kann – eine einheitliche, von Medphone triagierte Notfallnummer. | ||
BE
| Hausärztliche Notfallpraxis am Regionalspital Emmental (RSE) in Burgdorf | Am 1. April 09 wurde im Spital Burgdorf eine hausärztliche Notfallpraxis eröffnet. Die Notfallanrufe werden neu über eine für das gesamte Emmental einheitliche Notfallnummer von Medphone triagiert. | |
BE | Zusammenschluss Notfalldienstrayons und Notfallposten im Spital Aarberg
| Die Seeländer Hausärzte haben sich zum Verein Hausarzt-Notfall Seeland (hans) zusammengeschlossen. Vier bestehende NFD-Rayons fusionierten, ab Febr. 09 wird dieses NFD-Rayon durch den Notfallposten im Spital Aarberg und einen Hintergrundsdienst versorgt. | |
BE
| Neuer Notfalldienst-Kreis in der Region Grauholz
| In der Region Grauholz haben sich Ärzte aus 19 Gemeinden zu einem neuen Notfalldienstkreis zusammengeschlossen. | |
BE | Nachts wird der ärztliche NFD vom Spital Aarberg übernommen. Der Dienstarzt ist für den Spitalnachtarzt als Hintergrundsdienst jederzeit erreichbar. | ||
BE | Lezano steht für „Leadership für eine zeitgerechte ambulante Notfallversorgung“. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines professionellen computerassistierten telefonischen Notfalldienstes. | ||
FR | Die zwei bisherigen Dienstkreise im Sensebezirk wurden zu einem einzigen zusammengelegt. Ein einziger Hausarzt leistet den NFD für den ganzen Bezirk. Es gilt neu eine einzige NFD-Nummer. Nachts wird der NFD vom Spital Tafers übernommen. | ||
LU
| Hausärztliche Notfallpraxis am Kantonsspital Wolhusen
| Das Luzerner Kantonsspital Wolhusen führt seit Januar 2009 in Kooperation mit den Hausärzten des Einzugsgebietes eine Notfallpraxis. | |
LU | Spitalinterne Notfallpraxis am Kantonsspital Luzern
| Seit August 2008 betreibt das Luzerner Kantonsspital im Spitalzentrum in Luzern in Kooperation mit der Ärztegesellschaft des Kantons eine spitalinterne Notfallpraxis. | |
LU |
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Das vollständig überarbeitete Reglement über den ärztlichen Notfalldienst im Kanton Luzern ist ab 1.1.09 in Kraft
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NE | Im Kanton NE ist seit dem 16. Nov. 06 ein neues Reglement zum ambulanten ärztlichen Notfalldienst in Kraft. | ||
OW | Ab 31. Oktober 2009 betreiben das Kantonsspital Obwalden und die Hausärzte im Kanton gemeinsam eine Notfallpraxis. Dies an Wochenenden und Feiertagen. | siehe Medienmitteilung | |
SG | Nächtliche Abdeckung des hausärztlichen Notfalldienstes durch das Akutspital | Zur Entlastung der Hausärzte wird im Dienstkreis Rorschach das hausärztliche Notfalltelefon seit dem 01.01.09 von 23:00 h bis 07:00 h an den Nachtarzt des ortsansässigen Regionalspitals umgeleitet. | |
SG
| Zusammenarbeit der Hausärzte mit dem Spital Linth
| Nachts (von 23:00 – 07:00 Uhr) übernimmt das Spital Linth im Sinne eines Call Centers den telefonischen Notfalldienst der Hausärzte. | |
SG | Im Kantonsspital St. Gallen wird die Notfallaufnahme in einen Klinik-Notfall und einen Grundversorger-Notfall aufgeteilt. Die Patienten im Grundversoger-Notfall werden von festangestellten Kaderärzten der Notfallstation oder von Hausärzten behandelt. | ||
SG | Kernpunkte der Reform des ärztlichen NFD waren: - die Schaffung eines flächendeckenden Tragesdienstrotationssystems - die Einführung einer Dienstplanung mittels des Online-Planungsinstrumentes docbox - die Einführung und Publikmachung von vier 0900er-Notfallnummern für die gesamte Region, je eine für den Dienstkreis Werdenberg Nord und Süd sowie Sarganserland Ost und West. | ||
SH | Neue Form der Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und den Spitäler Schaffhausen | Nachts von 23:00 Uhr bis 7:00 Uhr morgens übernehmen die Spitäler den ärztlichen Notfalldienst. Der Dienstarzt steht für Hausbesuche jederzeit zur Verfügung. | |
SO | Neue Notfallstation am Bürgerspital Solothurn
| Ab Januar 2009 ist die neue ambulante Notfallstation im Bürgerspital Solothurn in Betrieb, die gemeinsam von Hausärzten und Spitalärzten betrieben wird. | |
TG
| Neue Notfallpraxis am Kantonsspital Frauenfeld
| Ab März 09 existiert am Kantonsspital Frauenfeld eine neue Notfallpraxis, in welcher Hausärzte und Spitalärzte gemeinsam den NFD an Randzeiten sicherstellen. | |
TG | Zusammenarbeit Hausärzte mit dem Kantonsspital Münsterlingen | Während der Nacht von 22:00 – 8:00 Uhr wird der Notfalldienst vom Kantonsspital Münsterlingen übernommen. Die Hausärzte stehen für Hausbesuche zur Verfügung. | |
TG | Optimierung NFD-Rayons im Kt. TG und Pilotprojekt in den Bezirken Frauenfeld und Arbon-Romanshorn | Im Kanton Thurgau wurden auf den 1. Januar 2007 die Notfallkreise vergrössert und von 17 auf 12 reduziert. Von Juni 07 bis März 08 lief ein Pilotprojekt zur Entlastung des Dienstarztes in der Nacht. Zwischen 22:00 und 8:00 Uhr wurden die NF-Anrufe auf das Callcenter Medi24 (Medvantis) in Bern umgeleitet. | |
VD | Die Policlinique Médicale Universitaire (PMU) eröffnet im Herzen von Lausanne eine Permanence. Dabei handelt es sich um eine Partnerschaft zwischen der akademischen Institution und den niedergelassenen Ärzten. | Siehe Medienmitteilung | |
VS | Das neue NFD-System ist seit dem 2. Juli 07 in Kraft. Während der Nacht und am Wochenende ist ein Arzt in der Sanitätsnotrufzentrale anwesend und triagiert die Anrufe des ambulanten ärztlichen NFD, die auf eine 0900er Nummer eingehen. | ||
ZH | Die neue Hausarzt-Notfall-Nummer 052 317 57 57 dient als zusätzliche Anlaufstelle insbesondere in der Nacht und am Wochenende, falls der Hausarzt nicht erreichbar ist. | ||
ZH
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| Die Notfallpraxis Spital Bülach deckt in Zusammenarbeit mit den lokalen Hausärzten den ärztlichen Notfalldienst der Notfallkreise Bülach/Umgebung und Embrachertal ab. | |
ZH | Notfall walk-in Netzwerk Zürich
| Eine Informationsplattform gibt Auskunft über Arztpraxen, die im Notfall unangemeldet aufgesucht werden können | |
ZH | Die neuen Rahmenvorschriften für die Organisation des Notfalldienstes im Kt. ZH sind seit 1. Feb. 08 in Kraft. In den Bezirken sind bereits verschiedene Projekte zur Reorganisation des NFD in Gang. | ||
ZH | Neue Notfallpraxis am Stadtspital Waid
| Die Notfallpraxis ist 365 Tage im Jahr geöffnet und wird gemeinsam von Hausärzten und Spitalärzten betrieben | |
ZH | Das Projekt wurde per 31.12.07 sistiert. In der Folge hat sich der Bezirk Affoltern dem Ärztefon angeschlossen. | ||
| In folgenden Kantonen existieren schon heute Einheitsnummern für den ärztlichen Notfalldienst: BS, BL, GR, LU, ZG, NW, OW, SG, SH, SO, TG, VD, VS. |
Ausland
Die im Ausland erfolgten Reorganisationen des NFD werden an dieser Stelle nicht aufgeführt, da die Übertragbarkeit auf die Schweiz Fragen aufwirft. Angesichts der hohen Resonanz des holländischen Modells in den hiesigen Medien sei auf die entsprechenden Artikel in PrimaryCare verwiesen:
- Bieri, A. (2006). Huisartsenpost in Brabant (NL). Primary Care, 6(36), 623-625.
- Bösch, P. (2006). Die Notfallambulatorien in Holland und deren Auswirkung auf die Grundversorgung. PrimaryCare 6(4), 61.
- Meer, A. (2005). Die ambulante Notfallversorgung im Umbruch. Erfahrungen aus Holland und Dänemark. Primary Care, 5(20), 459-463.