Spitalfinanzierung: Entwicklung der Kantonsausgaben

3. September 2014

Die Ausgaben der Kantone für die Spitalversorgung haben sich mit der seit 1.1.2012 geltenden neuen Spitalfinanzierung um rund 1.3 Mia. resp. 18% erhöht. Dies zeigt eine Umfrage der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK.

Damit werden die von der GDK in den letzten Jahren kommunizierten Schätzungen (rund CHF 1 Mia) zu den Auswirkungen der Spitalfinanzierung auf die finanzielle Belastung der Kantone bestätigt. Mit der neuen Spitalfinanzierung tragen die Kantone und damit der Steuerzahler 55%, die Krankenversicherer und damit der Prämienzahler 45% der Kosten einer Spitalbehandlung. Gleichzeitig wurden mit der neuen Spitalfinanzierung Leistungen von der Zusatzversicherung in die Grundversicherung verlagert. Die GDK geht von einer Entlastung der Zusatzversicherung „freie Spitalwahl ganze Schweiz“ von weit über 50% aus. Die erhebliche Entlastung der Zusatzversicherungen (zu Lasten der grundversicherten Patienten und der Steuerzahler) muss eine Reduktion der Zusatzversichertenprämien zur Folge haben. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK geht davon aus, dass die entsprechenden Prämien der Zusatzversicherungen noch nicht flächendeckend und in erforderlichem Ausmass gesunken sind. Sie erwartet von den Versicherungen eine weitergehende Senkung der Prämien für Zusatzversicherungen. Gleichzeitig fordert die GDK in diesem Bereich mehr Transparenz und eine konsequente Überprüfung des Verhältnisses zwischen Kosten und Prämien durch die FINMA als Aufsichtsbehörde der Zusatzversicherungen.

Auskünfte:

Regierungsrat Dr. Philippe Perrenoud, Präsident GDK (031 633 79 00)
Stefan Leutwyler, stv. Zentralsekretär GDK (031 356 20 20)