Wirtschaftlichkeitsprüfung

Die Wirtschaftlichkeitsprüfung hat zum Ziel, das richtige Verhältnis zwischen Leistungen und deren Preisen (Tarifen) zu definieren. Dieser Aufgabe kommt nicht nur bei der Vergabe von Leistungsaufträgen, sondern auch bei der Genehmigung oder Festsetzung von Tarifen eine bedeutende Rolle zu. Die GDK unterstützt die Kantone in ihrer Bestrebung, kostenbasierte Tarife zu ermitteln.

Die Spitaltarife orientieren sich gemäss Art. 49 Abs. 1 KVG an der Entschädigung jener Spitäler, welche die tarifierte obligatorisch versicherte Leistung in der notwendigen Qualität effizient und günstig erbringen. Mit der neuen Spitalfinanzierung gilt damit ein kostenbasiertes «Preissystem» anstelle der vor 2012 geltenden spitalspezifischen Kostenabgeltung.

Die GDK-Empfehlungen zur Wirtschaftlichkeitsprüfung der Spitaltarife bilden das methodische Rückgrat für die Beurteilung der von Leistungserbringern und Versicherern eingereichten Tarife.

Zudem führt die GDK seit 2015 einen Austausch der Kostendaten der Spitäler unter den Kantonen im Sinne der Amtshilfe durch. Damit wird die Herstellung einer ausreichenden und qualitativ hochwertigen Datenbasis für stationäre Betriebsvergleiche bezweckt.

Gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG ordnet der Bundesrat in Zusammenarbeit mit den Kantonen Betriebsvergleiche zwischen Spitälern an, insbesondere zu Kosten und medizinischer Ergebnisqualität. Auch das Bundesverwaltungsgericht setzt solche Betriebsvergleiche im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung voraus. Ab Datenjahr 2018 stützt sich der Bund für die Veröffentlichung von schweregradbereinigten Fallkosten nach Art. 49 Abs. 8 KVG auf den GDK-Datenaustausch ab.

Kontakt