Prämienausstände

Was passiert, wenn jemand die Prämien oder Kostenbeteiligungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht bezahlt? Dies ist in Art. 64a KVG geregelt.

Wenn eine versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht bezahlt, muss der Krankenversicherer sie schriftlich mahnen und ihr danach eine Zahlungsaufforderung zustellen. Bezahlt die versicherte Person die Ausstände erneut nicht innert der gesetzten Frist, muss der Krankenversicherer die Betreibung einleiten. Der Kanton übernimmt 85 Prozent der Forderungen, die zur Ausstellung eines Verlustscheins oder gleichwertigen Rechtstitels geführt haben. Im Grundsatz behält die säumige versicherte Person den Versicherungsschutz.

Listen säumiger Prämienzahler

Die Kantone haben die Möglichkeit, Versicherte, die ihrer Prämienpflicht trotz einer Betreibung nicht nachkommen, auf einer Liste zu erfassen. Für die betroffenen Personen schieben die Krankenversicherer die Kostenübernahme der Leistungen auf, wenn es keine Notfallbehandlungen sind. Die folgende Abbildung zeigt, welche Kantone eine Liste säumiger Prämienzahler/-zahlerinnen führen.

Die GDK übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der grafischen Darstellung. Für Fragen bezüglich der einzelnen kantonalen Regelungen wenden Sie sich bitte an die zuständige Gesundheitsdirektion.

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