eHealth

Im Juni 2007 hat der Bundesrat die von Bund und GDK erarbeitete Strategie eHealth Schweiz für die Jahre 2007 bis 2015 genehmigt. Die Strategie eHealth Schweiz verfolgt die Vision, dass Patientinnen und Patienten mit dem elektronischen Patientendossier (EPD) ihren Gesundheitsfachpersonen die wichtigsten Dokumente rund um ihre Gesundheit zur Verfügung stellen – unabhängig von Ort und Zeit. Sie sind damit aktiv an den Entscheidungen beteiligt und stärken die eigene Gesundheitskompetenz.

Um die Strategie eHealth Schweiz umzusetzen, haben das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und die GDK 2007 eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen. Bund und Kantone tragen seitdem gemeinsam die Kompetenz- und Koordinationsstelle eHealth Suisse. Mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) haben sich die Aufgaben von eHealth Suisse verändert, so dass im Frühling 2017 eine neue Vereinbarung getroffen wurde – weiterhin getragen von den zwei starken Säulen Bund und Kantonen. Ihnen geht es darum, gemeinsame organisatorische, rechtliche und technische Leitplanken für die Entwicklung von eHealth-Anwendungen, insbesondere des elektronischen Patientendossiers (EPD), zu definieren. Denn damit eHealth wirklich nützt, braucht es eine nationale Planung und Koordination.

Im März 2018 wurde vom «Dialog Nationale Gesundheitspolitik» die Strategie eHealth Schweiz 2.0 verabschiedet. Die Hauptziele der Strategie bis 2022 sind, das EPD einzuführen und zu verbreiten sowie die Digitalisierung rund um das EPD zu koordinieren.

Aktueller Stand elektronisches Patientendossier

Das EPD wird von Gemeinschaften oder Stammgemeinschaften angeboten, das sind Zusammenschlüsse von Gesundheitsfachpersonen und ihren Einrichtungen. Gemäss Gesetz müssen sich Akutspitäler, Reha-Kliniken und stationäre Psychiatrien einer zertifizierten Gemeinschaft oder Stammgemeinschaft anschliessen, ab 2022 auch die Pflegeheime. Aufgrund von Verzögerungen bei der Zertifizierung der Stammgemeinschaften konnte das EPD nicht wie geplant ab dem 15. April 2020 in der Schweiz eingeführt werden. Gegen Ende 2020 haben die ersten beiden Stammgemeinschaften ihr Zertifikat erhalten. Die schrittweise Einführung soll nun im Jahr 2021 erfolgen.

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