Gesundheitsdirektoren warnen vor Arbeitskräfteengpass

20. Februar 2014

Der Vorstand der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und –direktoren warnt vor einem Arbeitskräftemangel in Gesundheitswesen.

„Nach der Volksabstimmung vom 9. Februar droht ein tragender Pfeiler unserer Gesundheitsversorgung zu bröckeln, falls die Kontingentsfrage eng ausgelegt werden sollte oder selbst das Prinzip der Personenfreizügigkeit in Frage gestellt wird“, gibt sich der GDK-Präsident und Basler Gesundheitsdirektor Carlo Conti besorgt und betont, dass aber auch zusätzliche Anstrengungen nötig sind, um mehr Pflegefachkräfte auf allen Stufen und insbesondere auch mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden. Der Vorstand der GDK stellt fest, dass in Spitälern, Pflegeheimen und anderen Institutionen, aber auch in der Medizinalforschung die heutigen Leistungen in heutigen Qualität zugunsten der Bevölkerung nicht mehr aufrechterhalten werden können, wenn die Fachkräfte aus dem Ausland beschränkt werden. Leidtragende werden dabei Zentren und ländliche Gebiete gleichermassen sein. Er fordert deshalb den Bundesrat auf, bei der Lösungssuche nach einer intelligenten und tragfähigen Umsetzung der Initiative die Interessen der Gesundheitsversorgung und der Kantone stark zu gewichten.

Auskünfte:
Regierungsrat Dr. Carlo Conti, Präsident GDK (061 267 95 23)
Regierungsrat Dr. Philippe Perrenoud, Vize-Präsident GDK (031 633 79 00)
Michael Jordi, Zentralsekretär GDK (079 702 20 90)