Ambulant vor stationär

Es gibt Untersuchungen und Behandlungen, bei denen eine Übernachtung im Spital nicht in jedem Fall notwendig ist. Mit dem Erlass von Listen mit primär ambulant durchzuführenden Eingriffen und Kriterien für eine stationäre Behandlung setzen sich zahlreiche Kantone für eine effizientere Versorgung ein. Die GDK behält den Überblick und fördert den Austausch sowohl unter den Kantonen als auch mit dem Bund.

Die kantonalen Listen, welche aktuell 16 und in einigen Kantonen 19 Gruppen von Eingriffen enthalten, sind vollständig harmonisiert. Sie beinhalten auch jene Untersuchungen und Behandlungen, die der Bund in die Liste der grundsätzlich ambulant durchzuführenden elektiven Eingriffe gemäss Art. 3c und Anhang 1a der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) aufgenommen hat. Unterschiede in der Ausgestaltung der kantonalen Massnahmen bestehen derzeit noch in Bezug auf den Konkretisierungsgrad der Ausnahmekriterien für stationäre Behandlungen sowie bei der Überprüfung der Einhaltung der Vorgaben.

Die GDK empfahl im Jahr 2018 all jenen Kantonen, die eine Einführung einer Regelung «ambulant vor stationär» erwägen, die harmonisierte Liste der Kantone Luzern und Zürich integral zu übernehmen. Sie setzt sich auch weiterhin für eine Koordination der Massnahmen unter den Kantonen ein.

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